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Planzenbau zur Konsumgetreide- und Ölfrüchteproduktion sowie zur Saatgutgewinnung

Als Grundlage des Produktionszweiges der Agrarprodukte ist die Konsumgetreide- und Ölfrüchteproduktion maßgeblich, wobei die eigene Saatgutgewinnung und die Produktion des eigenen Futtergetreides auch einen wichtigen Stellenwert hat. Der schonende Umgang mit den Ressourcen, wie Boden und Wasser und die angrenzende und einschließende Natur, sowie die nachhaltige Bewirtschaftung spielen eine große Rolle in unserem System. Schließlich wollen wir unsere Existenzgrundlage erhalten und weiterhin nutzen können.

Unsere Ackerfläche umfasst ca. 880 ha, die sich im Anbau untergliedert in:

  • ca. 240 ha  Winterraps
  • ca. 180 ha  Wintergerste
  • ca. 30 ha    Wintertriticale (Keuzung aus Roggen und Weizen)
  • ca. 430 ha  Winterweizen

Der Pflanzenbau umfasst landläufig alle Produktionsmethoden, die sich um die Erzeugung von Futter- und Lebensmitteln auf Acker- und Grünland drehen. Zu unterteilen ist der Prozess in Bodenbearbeitung / Aussaat, Düngung / Pflege, Ernte und die Futterproduktion.

Bodenbearbeitung / Aussaat

Nach vorhergehendem Stoppelsturz (flache Bearbeitung mit Scheibenegge), zur Einarbeitung des verbleibenden Strohs und zur Keimungsanregung des bei der Ernte ausgefallenen Getreides, wird durch die wendende Bearbeitung mittels Pflug die Struktur des Bodens aufgelockert und die Belüftung gefördert.

pflanzenbau saat

Dieses konventionelle System (mit Pflug) bleibt ein notwendiges Mittel, da aufgrund der ausschließlich vorhandenen Verwitterungböden (stark lehm- u. tonhaltig) nicht in jedem Herbst wetterbedingt eine pfluglose Bearbeitung und Bestellung möglich ist.

Mit der Zerkleinerung und Einebnung der Pflugfurche kann mit der Drillmaschine die Saat ausgebracht werden. Diese findet von Mitte August bis Ende Oktober statt. Nach Auflaufen und der Überwinterung der Saat als kleine Pflanzen beginnt im Frühjahr das Wachstum und die damit verbunden Ernährung und Pflege der Bestände.

Düngung / Pflege

Durch das geringe Stickstoffnachlieferungsvermögen der humusarmen Böden in unserem Bewirtschaftungsgebiet sind wir auf die mineralische Düngung zur Ernährung der Bestände angewiesen. Der anfallende Mist aus der Tierhaltung ist nur für einen sehr geringen Flächenanteil der Feldkulturen als Dünger ausreichend und wird daher gezielt nach der Aberntung auf ausgewählte Flächen, als Humuserzeuger zur Verbesserung der Bodenqualität eingesetzt

Stickstoff, als Hauptnährstoff der Pflanzen, kommt zwar zu 78 % in der Luft vor, ist aber für den Großteil aller Pflanzen unnutzbar. Mit einer bedarfsgerechten und entzugsorientierten Gabe von Mineraldünger (umgangssprachlich: Kunstdünger) der industriell aus der Luft gewonnen wird, müssen wir die Pflanzen über den Boden ernähren, um ein stabiles Ernteniveau halten zu können.

Um auch der Nachhaltigkeit, dem Gewässer- und Grundwasserschutz genüge zu tun, ist mit der Anschaffung und Nutzung eines Stickstoffsensors bei der Düngung eine recourcensparende Grundlage gelegt worden.

Dieser Stickstoffsensor regelt die auszubringende Düngermenge nach der Bestandesdichte und nach dem Nährstoffbedarf der Pflanzen. Auf dieser Basis kann eine Auswaschung und Eintrag in Grundwasser massiv vermindert werden und wir erhalten durch die ausreichende Zufuhr an Nährstoffen die Bodenfruchtbarkeit.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zur Pflege der Feldkulturen wird von uns nur nach dem Minimalprinzip durchgeführt. Die Bestände die durch Krankheiten und/oder Schädlingen gefährdet sind, erhalten eine Anwendung mit spezifischen und zugelassenen Mitteln. Genau definierte Schadschwellen geben den Einsatzort und den Einsatzzeitpunkt klar vor. Es gibt spezifische Herbizide, die für die Unkrautregulierung in den Feldkulturen unerläßlich sind.

Desweiteren Insektizide, die einen insektiziden Schädlingsbefall vorbeugen und / oder verhindern sollen.

Als weitere wichtige Planzenschutzmittel sind die Fungizide zu nennen. Diese sind für die Bekämpfung von Pilzkrankheiten an den Kulturpflanzen notwendig. So lassen sich die Bestände gesund erhalten und man verhindert das die durch Pilze verursachten Schadstoffe (Mykotoxine) in unsere Futter- und Nahrungsmittel gelangen.

Der in den letzten Jahren aufgekommene Begriff der Pestizide gibt es nicht. Hier werden nur alle Pflanzenschutzmittel unter einem Begriff zusammengeworfen und in einen allgemeinen Kontext gestellt, womit inzwischen Ängste geschürt werden.

Ernte

Belohnung aller Arbeit und Bezahlung der bis dahin aufgelaufener Kosten. Dennoch bleibt es Arbeit. Anfang / Mitte Juli bis Ende August sind die angebauten Feldfrüchte reif. Jedoch ist reif nicht gleich trocken.

Mit einem Feuchtemessgerät (eine Mühle mit Stromleitmessfähigkeit) wird mit Hilfe einer Feldprobe gemessen, ob die Kornfeuchte bei 15 % liegt. Dann ist das Getreide lagerfähig und die Mähdrescher können rollen. Über Nacht wenn die Temperaturen fallen kondensiert die Luftfeuchte an den Getreideähren. Da ein Mehlkörper (Getreidekorn) Wasser anzieht und aufnimmt, hat das Getreide trotz trockenem und warmen Tag zuvor an Feuchte wieder zugenommen.

pflanzenbau ernte

Erst mit Sonneneinstrahlung kann das Korn die aufgenommene Feuchte wieder abgeben, so dass zumeist erst nach dem Mittag wieder der Mähdrusch fortgesetzt werden kann. Die Aberntung der Felder geht dann je nach Nachttemperatur und Luftfeuchte bis Mitternacht. Für die komplette Aberntung der Feldfrüchte brauchen wir je nach Witterung zwischen 6 - 8 Wochen, was für den Menschen durch die langen Arbeitszeiten eine enorme Belastung darstellt. Etwa 250 ha Gersten- und Weizenstroh werden vom Mähdrescher auf ausgewählten Flächen abgelegt. Diese werden mittels einer Rundballenpresse zu 2500 bis 3000 Rollen Stroh für die Tiere als Einstreu zu Rundballen gepresst.

Pflanzenbau zur Futterproduktion

Die bewirtschafteten Grünland- und Ackerfutterflächen umfassen rund 170 ha. Bei 3-4 Schnitten je Jahr wird mit der Silageherstellung die Fütterung der Tiere für den Winter gesichert. Nach der Mahd wird durch Anwelken des Grasschnitts die Zuckerkonzentration durch Wasserverdunstung erhöht, so dass Mikroben genug Nahrung zur Haltbarmachung des Grases als Silage haben.

Mit der Abfuhr in das Silo der Stallanlage wird das Gras durch den Häcksler nochmal geschnitten und durch walzen in das Silo eingebracht. Das Häckseln in kleinere Bestandteile erhöht die Lagerungsdichte und das Walzen drückt unerwünschte Luft aus dem Silostock. Diese vorhandene Luft kann zu Fehlgährungen und damit zu Futterwertminderungen der Silage führen.

Mit einer Folienabdeckung wird weiterer Luftzutritt verhindert. Nach ca. 6 Wochen ist das Gras durch die Gährung haltbar und stabil. Vergleichen lässt sich dieser Prozess mit der Sauerkrautherstellung, wo das Ausgangsprodukt nicht das Gras sondern der Weißkohl ist.

Man unterscheidet:

  • Milchsäuregährung (erwünschte Gährung - angenehmer, süßlicher Geruch)
  • Essigsäuregährung (Fehlgährung - essigartiger Geruch)
  • Buttersäuregährung (Fehlgährung - stinkender Geruch)

Die Heuproduktion von ca. 100 Rollen für die Kälber findet auf jährlich ausgewählten Flächen statt. Mit der Mahd und mindestens einer dreimaligen Wendung, schwaden und pressen, ist diese Futterherstellung eine teure, zeitintensive und vor allem wetterabhängige Methode zum Anbau unserer Agrarprodukte.

Landfleischerei Harzungen

Traditionelle Nordthüringer Warmfleischverarbeitung

Dorfstraße 9
99762 Harzungen
 
Tel: 03 63 31 . 4 79 58

Öffnungszeiten

Mo08.30 Uhr - 17.30 Uhr

Di - Fr08.30 Uhr - 18.00 Uhr

Sa08.00 Uhr - 11.00 Uhr

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